Warum hat die USA eigentlich so viel Staatsverschuldung?
Die Staatsverschuldung der USA ist ein oft diskutiertes Thema – doch warum gibt es sie überhaupt?
Ganz einfach gesagt: Die USA geben seit Jahrzehnten mehr Geld aus, als sie einnehmen. Der Staat finanziert sich über Steuern, aber das reicht längst nicht aus, um alles zu bezahlen – etwa für Militär, Soziales, Infrastruktur oder Krisenhilfe. Die fehlenden Milliarden werden über Schulden gedeckt: Der Staat leiht sich Geld, zum Beispiel durch Anleihen.
Besonders in Krisenzeiten – wie der Finanzkrise 2008 oder der Corona-Pandemie – stieg die Verschuldung stark, weil der Staat Wirtschaftshilfen zahlte, während die Steuereinnahmen sanken.
Hinzu kommt: Die USA haben das Privileg, dass ihre Währung – der US-Dollar – weltweit als Leitwährung gilt. Viele Länder und Investoren kaufen deshalb gerne US-Staatsanleihen. Das macht es für die USA leichter, Schulden zu machen, ohne das Vertrauen der Geldgeber zu verlieren.
Trotzdem bleibt die Frage: Wie lange kann das gutgehen? Darüber streiten sich Politik und Wirtschaft seit Jahren – und die Antwort ist alles andere als einfach.