Ukraine – Aktuelle Lage
Russland startet seine „größte Angriffswelle seit 2022“ auf Kiew – rund 550 Drohnen und Raketen über Nacht, etwa die Hälfte abgefangen, verursachen Tote, Verletzte und Gebäudeschäden.
Parallel deckt Ukraine massive Drohnen‑Angriffe auf russische Infrastruktur: Flugplätze bei Voronezh/Borisoglebsk, Pipelines im Fernen Osten, Häfen der Schwarzmeerflotte sowie Elektronik- und Kampfbehälterziele – teils tief im russischen Territorium.
Russland meldet das Abschießen hunderter ukrainischer Drohnen pro Nacht – allein zuletzt 322, 292 und etwa 120 pro Nacht – mit Flugbeschränkungen in mehreren Flughäfen. Die Ukraine baut ihre Drohnenproduktion stark aus – mit US- und EU-Partnern, um hunderte Tausende pro Jahr zu produzieren.
Russland hat nach eigenen Angaben die komplette Luhansk-Region unter Kontrolle genommen, was erste vollumfängliche Landnahme seit 2014 markiert. Schwerpunktkämpfe toben in den Regionen Donetsk/Sumy – besonders um strategische Knotenpunkte wie Pokrovsk – mit fortgesetztem russischen Druck. Im Frühsommer (2.–3. Juni) eroberte Russland Dörfer in der Sumy-Region, u. a. Kostiantynivka, mit zivilen Opfern und Stromausfällen.
Ukrainischer Generalstab meldet über 1 Mio. russische Verluste (material und Personal) sowie enorme Zerstörungen an Panzern, Flugzeugen, Artillerie und Drohnen. Zivilisten verlieren ihr Leben: UN-Bericht zählt fast 1.000 tote Ukrainer (Dez. 2024–Mai 2025) und über 4.800 verletzt – ein Anstieg von 37 % gegenüber dem Vorjahr.
Präsident Selenskyj bespricht aktive Luftverteidigungsprojekte mit Trump, Deutschland und Frankreich – u. a. gemeinsamer Patriot‑System‑Einsatz und EU‑Ukraine‑Gipfel am 10. Juli. US‑Lieferungen werden derzeit teilweise pausiert, was militärisch und moralisch belastet – Kritiker warnen, dass Ukraine ohne kontinuierliche Unterstützung geschwächt werden könnte.
In Großbritannien und Frankreich formiert sich ein „coalition of the willing“ mit Sicherheitsgarantien und Bereitschaft zu Friedenstruppe.